
Webinar: Difu-Dialog „Und plötzlich geht gar nichts mehr – kommunale Resilienz in Katastrophen“

Wie resilient sind unsere Städte wirklich?
Diese Frage stand im Mittelpunkt des Difu-Dialogs „Und plötzlich geht gar nichts mehr – kommunale Resilienz in Katastrophen“ am 18. Februar 2026
Die Diskussion machte deutlich: Städte sind hochgradig abhängig von stabilen Transport- und Versorgungssystemen – insbesondere von Strom. Technische und soziale Infrastrukturen sind eng miteinander verflochten. Fällt eine zentrale Komponente aus, geraten viele andere ins Wanken.
Blackout ist mehr als nur ein Stromausfall
Ein zentrales Thema war die Unterscheidung zwischen lokalem Stromausfall und „Blackout“ als großflächigem, kaskadierendem Ereignis. Deutschland verfügt zwar über eines der sichersten Stromsysteme weltweit, doch steigende Komplexität, zunehmende Digitalisierung und geopolitische Unsicherheiten erhöhen die Verwundbarkeit.
Mit der Energiewende wächst zudem die Stromabhängigkeit weiter: Wärmepumpen, E-Mobilität, digitale Netze, Datenverkehr – alles hängt an einer stabilen Energieversorgung.
Resilienz ist mehr als Technik
Besonders spannend war der Fokus auf „weiche Infrastruktur“:
Zivilgesellschaft, Nachbarschaften, ehrenamtliche Strukturen, Engagement vor Ort. Die Forschung zeigt: In Krisen versagt „das System“ meist nicht pauschal – vielmehr zeigt sich, wie wichtig lokale Netzwerke, Kommunikation und mentale Vorbereitung sind.
Resilienz besteht aus:
- Prävention (Üben, Krisenstäbe, Schulungen, klare Schutzziele)
- Vorsorge (Notstrom, Notfallkommunikation, Speicherlösungen)
- gesellschaftlicher Einbindung (Bürger:innen aktiv einbeziehen statt nur informieren)
Mentale Vorbereitung ist dabei mindestens so wichtig wie technische Vorsorge.
Was bedeutet das für solarLAGO?
Das Webinar bestätigt, wie relevant unsere aktuellen Schwerpunkte sind:
- System- und Versorgungssicherheit in der Energiewende
- Speicherlösungen und Lastmanagement
- Inselfähige PV-Anlagen
- Quartiersansätze mit Resilienzkomponente
- Kooperation von Stadtwerken, Unternehmen, Kommunen und Zivilgesellschaft
Viele unserer Mitglieder arbeiten bereits an genau diesen Schnittstellen:
Energieerzeugung + Speicher + Notstromkonzepte + intelligente Netzintegration.
Die Energiewende ist damit nicht nur ein Klimaschutzprojekt – sie ist ein zentrales Bauteil kommunaler Resilienz.
Unser Ansatz als Netzwerk
solarLAGO bringt zusammen:
- technische Expertise (PV, Wärme, Speicher, Wasserstoff)
- kommunale Perspektiven
- wissenschaftliche Kompetenz
- wirtschaftliche Umsetzungskraft
Resilienz entsteht nicht durch Einzelmaßnahmen, sondern durch vernetzte Akteure.
Und genau hier liegt die Rolle von solarLAGO als smart energy network der Bodenseeregion.
Wenn Versorgungssicherheit, Krisenfestigkeit und Energiewende zusammengedacht werden, entsteht mehr als Infrastruktur: Es entsteht Zukunftsfähigkeit.
Und daran arbeiten wir – gemeinsam mit unseren Mitgliedern.
