
Rost als Speicher: Kohlekraftwerke für die Energiewende nutzen?
Umgerüstete Kohlekraftwerke mit Eisenpulver-Feuerung können als CO₂-freie Speicher Versorgungslücken bei Dunkelflauten schließen.
Erneuerbare Energien decken einen wichtigen Teil des Strombedarfs, doch bislang fehlen verlässliche Langzeitspeicher für anhaltende Dunkelflauten. Eine Studie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zeigt nun eine überraschende Lösung. Demnach dient Eisenpulver als fester chemischer Energiespeicher, der sich risikofrei lagern, über große Distanzen transportieren und im geschlossenen Kreislauf wiederaufbereiten lässt. Somit entstehen durch den Umbau bestehender Kohlekraftwerke CO₂-freie Energiespeicher im industriellen Maßstab. Für die Energiewende bedeutet dieser Ansatz eine wirtschaftliche Ergänzung zu Wasserstoff und Batterien, da er vorhandene Kraftwerksturbinen weiter nutzt, Verteilernetze entlastet und die Stromversorgung verlässlich absichert.
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