
„In zwei Jahren ist Strom günstiger als im alten fossilen System“
Deutschland gibt jedes Jahr 80 Milliarden Euro für Erdöl und Erdgas aus. Für Jan Lozek nichts anderes als eine unsichtbare Steuer, denn das Geld fließt in die USA, den Nahen Osten, aber auch Norwegen. „Diese Summe ist weg. Für immer. Die kann man nicht reinvestieren“, sagt der Chef des Risikokapitalgebers Future Energy Ventures. „Das ist ein Wettbewerbsnachteil für den Standort Deutschland und Europa.“ Die Lösung ist Lozek zufolge die Energiewende. Der Staat sollte kein Geld für fossile Brennstoffe ausgeben, sondern Unternehmen und jeden Haushalt bei der Anschaffung von Batteriespeicher, Wärmepumpe und E-Auto unterstützen. „Erneuerbarer Strom und erneuerbare Wärme sind wesentlich preiswerter als fossile Energie oder fossile Wärme“, sagt der Investor. „Aber viele Menschen haben das Geld dafür nicht.“ Diese Anschubfinanzierung muss ihm zufolge keine Subvention und auch kein zinsloser Kredit sein. Gelingt das, sei der Pfad klar abgesteckt: Bereits in zwei Jahren wird Strom günstiger als im alten System sein – und Deutschland wettbewerbsfähiger.
Quelle: n-tv.de
