
Die Sonne knipst die französischen Atomkraftwerke aus
In Frankreich liefern 57 Atomreaktoren zuverlässig Dauerstrom. Gleichzeitig setzt Frankreich wie Deutschland auf Solar- und Windenergie. Deren Wankelmütigkeit zwingt die französischen Reaktoren in die Flexibilität. Dafür wurden sie aber nicht gebaut. Der Betreiber schlägt Alarm.
Ende Mai schnellen die französischen Strompreise nach oben. Ursache ist der Wetterbericht: Westeuropa leidet unter der ersten Hitzewelle des Sommers. In Paris steigen die Temperaturen auf 33 Grad Celsius. An der Strombörse EEX steigen die Preise für Stromlieferungen im Juni um mehr als 10 Prozent. Berichten zufolge befürchten die Händler, dass die sengende Hitze die französischen Atomkraftwerke in die Bredouille bringt: Mehrere Reaktoren werden mit Flusswasser gekühlt. Steigt die Wassertemperatur zu stark an oder sinkt der Wasserpegel zu sehr, müssen sie heruntergefahren werden – so wie im vergangenen Jahr.
Quelle: n-tv.de
