
19.03. Znüni in der Villa Rheinburg

Zwischen Zahlen, Wärme und Wirklichkeit
Manchmal beginnt die Energiewende mit einer Tasse Kaffee.
Und einem ehrlichen Blick auf Zahlen, die größer sind, als man denkt – und konkreter, als man erwartet.
Beim Znüni des Amts für Klimaschutz in der Villa Rheinburg wurde genau dieser Raum geöffnet: ein niedrigschwelliger Austausch über die Herausforderungen und Chancen der energetischen Modernisierung – inspiriert vom Schweizer Vorbild, aber fest verankert in der Realität von Konstanz.
Im Mittelpunkt stand der Impuls von Malte Heinrich (WOBAK), der eines deutlich machte:
👉 Die Wärmewende ist kein abstraktes Zukunftsthema – sie findet längst statt. Aber sie braucht Orientierung.
Ein paar zentrale Einblicke aus der Praxis:
🔹 Rund 30 % der Wohnungen in Konstanz könnten perspektivisch an ein Wärmenetz angeschlossen werden
🔹 Für etwa 70 % bieten Wärmepumpen eine realistische Lösung
🔹 Die aktuelle Klimabilanz im Wohnungsbestand liegt bei ca. 17 kg CO₂ pro m² Wohnfläche
Was zunächst nach Zahlenkolonnen klingt, wurde im Austausch greifbar:
Anhand konkreter Modernisierungsprojekte zeigte sich, wie der Wechsel von Gasheizungen zu Wärmepumpen und Verbesserungen an der Gebäudehülle bereits heute wirksam umgesetzt werden.
Gleichzeitig wurde auch klar:
Die Transformation ist kein Selbstläufer. Technische Grenzen – etwa bei der Anschlussleistung von Gebäuden – können zum entscheidenden Nadelöhr werden.
Unser Fazit als solarLAGO:
Die Wärmewende entscheidet sich nicht nur an Technologien oder Förderprogrammen.
Sie entscheidet sich im Verständnis, im Abwägen – und im gemeinsamen Gespräch.
Formate wie das Znüni schaffen genau das:
einen Raum, in dem aus Zahlen Handlung wird.
Oder anders gesagt:
👉 Die Energiewende braucht nicht nur große Bühnen – sondern auch kleine Tische.
Wir sagen Danke für den offenen Austausch und nehmen viele Impulse mit in unser Netzwerk.
